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Die Ortsgeschichte von Mauersberg:  Teil 4 von 1933 bis 1958

Juni 1933
Verhaftung von Kommunisten und SPD-Mitgliedern.
September 1933
Reparaturarbeiten am Kirchturm
1934
ein neues Spritzenhaus wird übergeben - nähe Dorfstraße 15.
1939
Mauersberg hat 955 Einwohner. Auf der Richterhöhe wird zur Flugüberwachung eine Flugwache (Wehrmacht) stationiert.
1942
Zwangsdeportierte aus Frankreich, Jugoslawien, Polen und der Sowjetunion arbeiten in den landwirtschaftl. Betrieben des Ortes.
1944/1945
Viele Flüchtlingsfamilien aus Ostpreußen und Schlesien treffen ein.
13.02.1945
Luftangriff auf Dresden. Die Wirkungsstätte und Wohnung von Kreuzkantor Rudolf Mauersberger werden zerstört. Er schlägt sich nach Mauersberg durch.
14.02.1945
Die Einwohner harren in den Luftschutzkellern aus. Im Nachbarort Mildenau werden 33 Gebäude zerstört.
05.03.1945
Nach einem Fliegerangriff auf Chemnitz ist der Schnee von einer Rußschicht überzogen.
April 1945
Wehrmachtsverbände ziehen durch den Ort in Richtung Westen. Im Erbgericht ist eine Strafkompanie stationiert. Die Turnhalle wird als Lager für Waffen, Munition, Zelte und Fallschirme eingerichtet.
05.05.1945
Mauersberg soll evakuiert werden, nur wenige Einwohner folgen diesem Befehl. Die Sprengung der Bodener Brücke wird verhindert.
07.05.1945
Die Einwohner plündern die Turnhalle. Dabei kommt es zur Explosion von eingelagerter Munition.
08.05.1945
Die Rote Armee erreicht Mauersberg. Es sind im Zweiten Weltkrieg 47 Tote und 9 Vermißte zu beklagen (Gedenktafel in der Kirche).
Juli 1945
12 Einwohner werden wegen Zugehörigkeit zu SS, NSDAP und SD verhaftet und in Speziallager des sowjet. NKWD gebracht.
08.09.1945
Ein Antifa-Ausschuß beginnt mit seiner Arbeit.
1946
Mauersberg hat 945 Einwohner. Fußballmannschaft und Turnverein sowie der Kleingartenverein und die Schnitz- und Bastelgruppe Mauersberg (später Kulturbund) werden gegründet. Erste Schnitzausstellung.
20.10.1946
Landtagswahlen - Stimmenverteilung: SED 221, CDU 146, LDP 42, VdgB 13, Frauenausschuß 2, KB 2, 123 Stimmen sind ungültig.
1948
Die Häuser-Siedlung 1-17 werden nach Niederschmiedeberg eingemeindet.
1949
In Mauersberg gibt es 44 landwirtschaftl. Betriebe mit 148 Arbeitskräften.
1949-1953
Bau der Kreuzkapelle (Stiftung von Rudolf Mauersberger)
15.07.1953
Die Kreuzkapelle wird eingeweiht.
1956
Gründung der LPG “1. Mai” Mauersberg.
1958
Heimat-, Schul- und Gartenfest. In der Festwoche finden u.a. leichtathletische Wettkämpfe und Fußballspiele statt. Im Bildhintergrund (s. Foto) sieht man die fertiggestellte Kreuzkapelle.
©   mauersberg.net · Frank Melzer ·